Patrick Cox:

 

 

 

Biografie / Steckbrief:

 

  • Geb: 13.12.1960 in München
  • Sternzeichen: Schütze 
  • Instrumente: Gesang, Gitarre, Schlagzeug und Bass
  • Lieblingsfarbe: Blau 
  • Lieblingsbuch: Siddharta, The Secret 
  • Lieblingsfilm: Forrest Gump, Gandhi, uvm. 
  • Lieblingsessen: Pasta, Vitello Tonnato & Rindsroulade
  • Wahlspruch: Alle Tage sind gleich lang aber verschieden breit!
  • Was ich mag: Meine Frau Betti, Meine wundervollen Töchter Nadja, Jenny und Julia, Freunde, Meine Bands, Fans, Urlaub & Rotwein und viele Musikerkollegen!
  • Was ich nicht mag: Arroganz, Choleriker
  • Hobbys: Musik, Musik & nochmals Musik     

 

Kindheit:

 

Ich habe bereits ein bewegtes Leben hinter mir. Geboren am 13.12.1960 in der Maiklinik in München als Sohn eines Amerikanischen Radarspezialisten Irischer Abstammung und einer deutschen Mutter, ging ich bereits im zarten Alter von zwei Jahren in die USA nach Rhode Island.

 

Dort besuchte ich die amerikanische Grundschule und lernte entsprechend Englisch als Muttersprache. Hierbei wuchs ich aber auch unter dem musikalischen Einfluss meiner acht Jahre älteren Schwester Regina mit Amerikanischem Rhythm n´Blues, Soul, Pop-, und Rockmusik auf. Eine Tatsache, die meine musikalische Entwicklung bis zum heutigen Tag enorm prägt. Rhythmik undGroove, meines Erachtens die essentiellen Bestandteile moderner Musik, waren noch nie große Probleme für mich und das, denke ich, verdanke ich zu einem großen Teil den Jahren des Heranwachsens im musikalischen Einfluss der USA.

 

Die Liebe zum Melodiösen hingegen verdanke ich meiner Irischen Abstammung, was mir später in unerwarteter Deutlichkeit bei einer Vorführung von Riverdance vor Augen geführt wurde. Diese Musik bewegte mich plötzlich in einer Intensität, wie ich sie zuvor noch nie erlebt hatte, und ich begriff plötzlich viele Aspekte meiner musikalischen Welt viel klarer. Es wurde mir bewusst, dass es hier wohl tatsächlich so etwas wie ein genetisches Gedächtnis geben muss.

Seitdem beschäftige ich mich auch mit Keltischer Musik und verschmelze Elemente dieser wunderschönen musikalischen Kultur mit meinen Songs.“

 

Zurück nach Deutschland:

 

Mit 12 Jahren ging es dann in die alte Heimat zurück und hier war es dann auch, wo ich endgültig mein Herz an die Musik verlor. Vor dem musikalischen Durchbruch jedoch standen, wie bei fast jedem musikalischen Neuling, Jahre harter Arbeit, Fleiß und Durchhaltevermögen.

 

„Man muss fanatisch, ja eigentlich fast verrückt sein, um ein guter Musiker zu werden. Ich habe Jahre hindurch bis zu 10 Stunden täglich geübt und gespielt. Dabei bekam ich nicht selten blutige Blasen an den Fingern, aber ein sehr störrischer Teil meiner Persönlichkeit drängte mich dennoch zum Weitermachen. Und während meine Jugendkumpels ihren Führerschein machten und am Wochenende mit ihrer Freundin feierten, blieb ich im Proberaum um immer weiter zu üben. Dass dabei zu dieser Zeit jegliche Beziehung auf der Strecke blieb liegt auf der Hand. Obwohl ich unter diesem Umstand durchaus litt, war es mir dennoch nicht möglich mich weniger der Musik zu widmen.

Nachträglich gesehen war dies allerdings der richtige Weg.“

 

Ich widmete mich auch nicht nur meinem Hauptinstrument der Gitarre, sondern wurde auch, mangels Alternative, der Sänger meiner damaligen Band „Bourbon“. Auch alle anderen Instrumente im Proberaum (Schlagzeug, Bass und Keyboards) wurden gespielt und erlernt, weshalb man mich heute als versierten Multiinstrumentalisten bezeichnen kann.

Aufgrund meines zur dieser Zeit recht rebellischen Wesens, das sich gegen Bevormundung und Vorschriften auflehnte, kam ein regulärer Instrumentalunterricht nicht in Frage, weshalb nur der mühsame Weg des Erlernens als Autodidakt, quasi „learning by doing“, blieb.

 

„Das Tolle daran, sich selbst ein Instrument beizubringen, ist, dass man automatisch einen eigenen Stil entwickelt, da keiner vorschreibt, wie Sachen vorschriftsmäßig zu spielen sind. Auch wird das Gehör stärker geschult, da man die meisten neuen Sachen von Schallplatten oder anderen Musikern heraushören und nachspielen muss. Die Nachteile sind allerdings der zeitliche Mehraufwand und die Tatsache, dass ich bis heute immer noch nicht Noten lesen kann.“ Da ich auch immer schon technisch interessiert war und dieses Talent von meinem Vater geerbt habe,beschäftigte ich mich auch intensiv mit diversen Aufnahmetechniken und erstellte die ersten Demos meiner Band.

 

Lehrjahre:

 

Inzwischen hatte ich die Schule beendet und suchte eine Lehrstelle.

Hierbei kam für mich nur ein Beruf in Frage, der unmittelbar mit Musik zu tun hatte, weshalb ich mich bei fast allen Musikgeschäften in München als Lehrling bewarb.

 

Hier wurde wieder meine Geduld und Standfestigkeit auf die Probe gestellt, denn es dauerte über ein Jahr, bis dann endlich die gute Nachricht eintraf, dass der „Musik Markt“ in München mich als neuen Lehrling einstellen würde.

 

Während dieser Lehrzeit war ich vollkommen in meinem Element und konnte meine Fähigkeiten als Instrumentalist und geschickter Verhandler voll entwickeln. Die vielen Musiker, die täglich ein- und ausgingen hatten viel zu zeigen und ich nahm dankbar das Angebotene an, um mein musikalisches Spektrum zu erweitern.

 

Während meiner Lehrzeit entwickelte ich auch meine technischen Fähigkeiten weiter und arbeitete nebenbei erfolgreich als Roadie und Live Mischer der Münchener Reggae Band „Manassa“

 

Tiroler Begegnungen:

 

Zu dieser Zeit ereignete sich auch die schicksalhafte Begegnung mit der Tiroler Hard Rock Formation „Speedy Weekend Band“. Diese Gruppe, die bereits über einige Auftritte in Österreich verfügte, war von meinem Spiel sofort begeistert und man beschloss künftig gemeinsam zu agieren.

Ich fuhr also jedes Wochenende von München nach Tirol um zu proben oder Auftritte zu bestreiten. Diese Gruppe war zwar noch nicht Musikalisch voll entwickelt, aber Sie agierte sehr geschickt in Fragen Styling, Bühnenpräsentation und Promotion. Wichtige Schlüsselfaktoren, die ich jetzt neu erlernte, denn ich hatte mich bisher fast ausschließlich der musikalischen Seite des Künstlerdaseins gewidmet.

 

Damals, Anfang der 80er, war eine rege Pop-, und Rockszene in Österreich und ich konnte jede Menge Kontakte knüpfen. Unter anderem zu der damals sehr erfolgreichen Tiroler Hard Rock Gruppe „No Bros“. Die oft unvermeidlichen Differenzen hatten inzwischen zu meinem Ausstieg bei der „Speedy Weekend Band“ geführt und ich befand mich wieder ausschließlich in München.

 

Ich hatte inzwischen meine Ausbildung abgeschlossen und war im „Musik Markt“ Abteilungsleiter für Gitarren, Bässe und Schlagzeug, als ich den Anruf bekam, dass Franz Heumader, der damalige Schlagzeuger von „No Bros“ ausgestiegen war und gerne gemeinsam mit mir eine neue Gruppe gründen wollte. Gesagt, getan – Die Gruppe „Revenge“ wurde aus Tiroler und Münchener Musikern zusammengestellt.

Ich wollte mich nun voll und ganz diesem Projekt widmen und beschloss das Risiko einzugehen meinen Job zu kündigen und ganz nach Tirol zu ziehen. Franz hatte sehr gute Kontakte zum Österreichischen Musikbusiness und es ging mit „Revenge“ recht flott voran. Die erste Single „Going Down Town“ wurde aufgenommen und es folgten einige recht bemerkenswerte Auftritte in Österreich und dem damaligen Jugoslawien

Studiozeit:

 

Nach der Auflösung der Gruppe beschäftigte ich mich nun verstärkt der Aufnahmetechnik und gründete mit Freunden in Tirol ein 8-Spur Aufnahmestudio, in dem sehr vieleTiroler Rock Gruppen der damaligen Zeit ihre Demos aufnahmen. Viele dieser Gruppen bestanden aus hervorragenden Live Musikern, die jedoch oft über wenig Studioerfahrung verfügten und deswegen nicht mit der hierfür benötigten Präzision spielen konnten.

 

Dadurch befand  ich mich immer wieder in der Position als Tontechniker und Studiomusiker, der neben der Aufnahme der Gruppe, auch noch einige Instrumente für dieDemos einspielte. Hierbei musste  ich häufig die Rolle des Schlagzeugers übernehmen, da besonders ein präzises Schlagzeugspiel unerlässlich für eine qualitativ hochwertige Aufnahme ist.

 

Unter Anderem war hier auch die Tiroler Hard Rock Gruppe „Stormwave“ dabei, die aufgrund Ihres Demos bei mir einen Vertrag bei dem Tiroler Label „Help“ bekam, das der Tiroler Firma Tyrolis gehörte, einem der ganz großen Labels der volkstümlichen Szene.

 

Tyrolis verfügte auch über ein professionelles Aufnahmestudio. Da aber die Tontechniker der Firma Tyrolis jede Menge Erfahrung im Volkstümlichen Bereich besaßen, aber noch nie Rock Produktionen aufgenommen hatten, wurde ich auch als Produzent für Stormwaves erste CD verpflichtet.

Die Zusammenarbeit mit Tyrolis sollte sich künftig erhalten, denn flugs sah ich mich als Tontechniker für hauptsächlich Volkstümliche Produktionen im Dienste dieser Firma.

 

Hier waren auch seinerzeit die Schürzenjäger verpflichtet und es kam zu dem ersten Kontakt mit dieser bereits sehr erfolgreichen Gruppe. Wenn auch nur als Hilfstechniker bei ihrer Produktion „Ischia, Isola Bella. Nach über einem Jahr im Dienste von Tyrolis bekam ich ein lukratives Angebot der Fa. MCP als Tontechniker und wechselte das Studio. Hier wurde mein Aufgabengebiet auch um das Arrangieren von modernen Schlagertiteln erweitert, da immer mehr volkstümliche Gruppen auch diese Stilrichtung ihrem Repertoire hinzufügten, jedoch nur wenige über die technischen Möglichkeiten verfügten, um Studio taugliche Arrangements zu erstellen.

 

Inzwischen hatte ich das Angebot angenommen bei der damals populärsten Cover- und Galaband in Tirol, der „Combo Delago“, als Gitarrist mitzuspielen. Chef dieser Gruppe war der Musiklehrer und Mozarteum Absolvent Hermann Delago. „Hermann war einer der musikalischsten Menschen, dem ich je begegnet bin. Er kannte Musiktheorie wie seine Westentasche und konnte Sie mirin einer Art erklären, die ich auch begriff.

Ich habe definitiv in einem Jahr bei der „Combo Delago“ mehr über Musik gelernt als in den zehn Jahren davor und empfinde Hermann als meinen größten musikalischerMentor. Ich musste auch plötzlich Musikstilrichtungen wie Jazz, Tango, Samba, Reggae etc. beherrschen lernen, mit denen ich mich nie zuvor auseinander gesetzt hatte. Dies war natürlich zunächst extrem anstrengend, aber erweiterte mein musikalisches Spektrum enorm.

Ein Schürzenjäger:

 

Während meiner Dienstzeit bei MCP nahm ich gemeinsam mit dem Produzenten Halef Krug eine moderne CD für eine Zillertaler Gruppe namens „ZIM“ auf. Halef war auch Produzent des besagten Schürzenjäger Albums "Ischia, Isola Bella" gewesen, an dem ich beteiligt gewesen war. Er lernte hierbei meine musikalische und technische Begabung kennen und war sofort von„diesem motivierten jungen“ Mann begeistert.

 

Er erzählte mir von der Idee der Schürzenjäger, die Volkstümliche Musik für junge Hörer populärer zu machen, indem man ein Live Schlagzeug und Elemente der Rock undPop Musik hinzufügt.

Meine erste Reaktion war zunächst skeptisch, da ich als Rock Musiker noch nie mit dem Gedanken gespielt hatte jemals Volkstümlich zu spielen. Halef erwies sich jedoch als hartnäckig und stellte einen ersten Kontakt mit Peter Steinlechner her, der mir seine große Vision für die künftige Schürzenjäger Musik schilderte.

 

Nach diesem Gespräch wurde mir klar, dass ich es hier mit Menschen zu tun hatte, die bereit waren, Konzepte standfest durchzuziehen und die vor allem eine komplett neue Musikrichtung kreieren wollten. Da musste ich auf jeden Fall dabei sein! Auch wenn das zunächst bedeutete, in der Übergangsphase Musikarten zu spielen, die  mir nicht so zusagten. Eine Tatsache, die aber durch die enorme Fanunterstützung der Schürzenjäger deutlich erleichtert wurde.

 

Ich hatte ohnehin ausreichend Erfahrung im Volkstümlichen Bereich während meiner Studiozeit gesammelt und konnte nun mit den Jungs gemeinsam kreativ ans Werk gehen.Die Anpassung dieses lauten, wilden Rockdrummers an den Volkstümlichen Stil sollte jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen und die ersten Monate wurden zu einer Bewährungsprobe für die Schürzenjäger.

 

Von Rufen wie „weg mit dem Krachmacher, sonst kommen wir nie mehr“ bis hin zu Untergangsprophezeiungen der Schürzenjäger war so ziemlich alles dabei, aber Peter und seine Mannen ließen sich nicht beirren und nach etwa 3 Monaten wendete sich das Blatt und ihre Vision begann Wirklichkeit zu werden.

 

War es Anfangs großteils älteres Publikum bei den Schürzenjäger Konzerten gewesen, begann sich die Kunde ihres neuen Stils in Windeseile zu verbreiten und immer mehr       junges Publikum fügte sich der älteren Generation hinzu. Sie hatten den Spagat geschafft und etablierten sich als eine Gruppe, die Generationen musikalisch überbrücken kann.

 

„Was Hermann Delago musikalisch für mich war, wurde nun Peter Steinlechner als Mentor für Unbeirrbarkeit, Gradlinigkeit und Umgang mit dem Musikgeschäft. Ich konntedagegen meine musikalischen und technischen Erfahrungen in die Gruppe einbringen und wir übernahmen viele Musik-, und Showelemente der Rockmusik, dank meinem Einfluss, in unser Repertoireauf.

 

Unter anderem begannen wir am Schluss ein ziemlich langes Rockmedley mit Rock Hits der 70er und 80er zu spielen, das unseren Ruf enorm steigerte, denn so was hatte man bis dato noch von keiner Volkstümlichen Gruppe gehört.“

 

Der Rest der Schürzenjäger ist eine Erfolgsgeschichte, die Höhepunkte hatte, die nur ganz wenigen Musikgruppen vorbehalten waren.

Mehrere Gold- und Platinauszeichnungen und Auftritte bis zu 100.000 Besucher, die nicht etwa einem Festival beiwohnten, sondern lediglich wegen der Schürzenjäger kamen, sind bis heute Zeugnis dieses unbestreitbaren Erfolges

Jetzt:

 

Nach der aufregenden aber auch stressigen Zeit mit den Schürzenjägern habe ich zunächst mit der Patrick Cox Band  eine CD und zwei Singles mit eigenen Titeln aufgenommen und mehrere Auftritte gespielt.

 

"Das wurde mir allerdings neben meinem Hauptberuf beim Musikhaus Thomann zu stressig, weshalb ich auch dieses Projekt dann auf Eis legte.

 

Inzwischen genieße ich es kleinere Auftritte alleine oder mit einem musikalischen Partner zu bestreiten. Hier kann man sehr flexibel sein und dennoch viel Freude beim Musizieren haben.  Auch meine Soul & Funk Band Jamdeluxe macht mir immens Freude. Wir spielen inzwischen bei einigen recht respektablen Stadtfesten und es ist schön, wie begeistert das Publikum immer wieder von uns ist.

 

Und was wird die Zukunft bringen?

 

"Es stehen immer einige Ideen im Raum, ich lasse es einfach auf mich zukommen und schau mal wie es sich entwickelt."

 

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Quelle: Homepage von Patrick Cox

http://www.patrickcox.de